Micro-Plastik
Mundhygiene · Materialkunde
Woraus bestehen Zahnbürstenborsten eigentlich?
Die Antwort steht auf jeder Verpackung. Gelesen hat sie fast niemand.
Du putzt dir die Zähne wie an jedem anderen Morgen. Beim Ausspülen bleibt etwas im Waschbecken liegen.
Ein heller Faden, kaum zwei Millimeter lang, gebogen und an einem Ende stumpf. Du spülst nach, er verschwindet im Abfluss.
Manchmal merkst du es früher. Etwas Kleines, Steifes zwischen Zunge und Gaumen, das da nicht hingehört. Du fischst es heraus oder schluckst es, ohne darüber nachzudenken.
Dann stellst du die Bürste zurück und gehst zur Arbeit.
Wenn ein Stück fehlt, wo ist es hin.
Abschnitt 1Das Material: Nylon
Die Auflösung ist unspektakulär. Die Borsten nahezu aller gängigen Zahnbürsten, von Hand oder elektrisch, bestehen aus Nylon.
Chemisch ist Nylon ein Polyamid, ein Kunststoff, der aus Erdöl hergestellt wird. Er ist haltbar, formstabil und günstig zu verarbeiten. Genau deshalb wird er verwendet.
Das ist kein Geheimnis. Es steht auf den meisten Verpackungen, meistens klein, meistens auf der Rückseite, direkt neben dem Härtegrad.
Interessant ist weniger die Information selbst als der Umstand, dass sie kaum jemand kennt. Zahnbürsten werden nach Härte, Farbe und Preis gekauft. Nach dem Material fragt fast niemand.
Abschnitt 2Abnutzung über drei Monate
Abb. 1 Borstenbüschel im Verlauf von etwa drei Monaten. Schematische Darstellung ohne Maßstab, keine Messung.
Borsten nutzen sich ab. Nicht durch einen Defekt, sondern durch genau das, wofür sie gemacht sind: tägliche Reibung an Zähnen, Zahnfleisch und Zahnpasta.
Deshalb steht auf jeder Packung, man solle den Kopf alle drei Monate wechseln. Nicht weil er dann schmutzig wäre, sondern weil Material fehlt.
Das Material verschwindet dabei nicht. Es verteilt sich.
Zwei Wege
Zwei Minuten, zweimal täglich, das ganze Jahr. In dieser Zeit arbeitet ein Kunststoff direkt an Zahnschmelz und Zahnfleischrand, mit Druck und unter Reibung.
Was sich dabei löst, bleibt nicht in der Bürste. Es geht mit dem Spülwasser den Abfluss hinunter oder mit dem Speichel den anderen Weg.
Was das im Körper macht, steht hier bewusst nicht. Wir wissen es nicht, und belastbar weiß es bislang niemand. Was sich beschreiben lässt, ist nur der Vorgang selbst.
Woraus ein Aufsteckkopf auch bestehen kann, steht auf unserer Produktseite.
Abschnitt 3Zur Mengenordnung
Abb. 2 Vierzig Aufsteckköpfe, entsprechend zehn Jahren bei vierteljährlichem Wechsel. Ein Element steht für einen Kopf.
Wer sich an die Empfehlung hält, tauscht vier Aufsteckköpfe im Jahr. Über zehn Jahre sind das vierzig.
Bei allen gängigen Modellen ist jeder einzelne davon ein Formteil aus Plastik mit Borsten aus Nylon. Nach drei Monaten wird er weggeworfen, und der nächste kommt.
Das ist keine Anklage. Es ist eine Mengenangabe.
Abschnitt 4Was man weiß und was nicht
Bekannt ist
Mikroplastik ist nachweisbar. In Gewässern, in Leitungs- und Flaschenwasser, in Lebensmitteln und inzwischen auch in menschlichem Gewebe und Blut. Dass es dort ankommt, ist mehrfach dokumentiert worden.
Nicht geklärt ist
Was das langfristig bedeutet. Ob, ab welcher Menge und in welcher Form daraus gesundheitliche Folgen entstehen, ist offen. Die Forschung dazu läuft und ist nicht abgeschlossen.
Es gibt keinen Beweis, dass es schadet. Es gibt aber auch keinen, dass es unbedenklich ist. Wer dir an dieser Stelle eine klare Antwort gibt, verkauft dir etwas.
Hinweis zur Quellenlage
Dieser Beitrag zitiert keine Studien, führt keine Messwerte auf und nennt keine Prüfsiegel. Nicht aus Platzgründen, sondern weil uns für die hier behandelte Frage keine belastbaren Arbeiten vorliegen. Aussagen zu Materialien beruhen auf Herstellerangaben, alles Übrige ist als offen gekennzeichnet.
Und der Teil, der uns selbst betrifft
Wir könnten hier schreiben, dass unsere Borsten plastikfrei sind. Stimmt aber nicht. Sie bestehen aus Rizinusöl statt aus Erdöl. Das ist ein anderer Rohstoff, kein anderes Material.
Chemisch bleibt auch das ein Polyamid. Auch diese Borsten reiben sich ab, auch bei ihnen fehlt nach drei Monaten Material. Wir behaupten nicht, dass unsere Borsten keinen Abrieb haben.
Was sich unterscheidet, ist zweierlei.
- Der Rohstoff. Rizinusöl ist ein nachwachsender Rohstoff, Erdöl ist es nicht.
- Der Teil, den man tatsächlich alle drei Monate wegwirft. Bei den üblichen Modellen ist der Aufsteckkopf ein Plastikteil. Bei uns besteht er aus Bambus.
Ob das für dich reicht, entscheidest du. Wir sagen nur, was drin ist.
Abschnitt 5Die Abwägung
Man muss nicht überzeugt sein, dass etwas schädlich ist, um es zu vermeiden. Es reicht, wenn die Alternative genauso gut putzt und keinen zusätzlichen Aufwand macht.
Der Einwand kommt trotzdem sofort, und er heißt Bambus.
Die meisten kennen Bambus nur als Handzahnbürste aus dem Drogeriemarkt. Der Griff wurde nach ein paar Wochen rau, die Borsten spreizten sich früh, das Gefühl war irgendwo zwischen Verzicht und Provisorium.
Das Vorurteil ist nachvollziehbar. Es bezieht sich nur auf ein anderes Produkt.
Abschnitt 6Die Alternative
Eine elektrische Schallzahnbürste in klassischer Bauform. Kein Sonderformat, keine neue Handhabung, kein Umlernen.
Bambus E Brush · technische Angaben
- 48.000 Schallvibrationen pro Minute
- Akku hält bei üblicher Nutzung Wochen statt Tage
- Ladestation zum Aufstecken
- Griff aus Bambus
- Aufsteckkopf aus Bambus, abziehbar und wechselbar wie gewohnt
- Borsten aus Rizinusöl, also aus nachwachsendem Rohstoff statt aus Erdöl
Der Aufsteckkopf ist der Unterschied
Abb. 3 Gegenüberstellung der Trägermaterialien. Illustration, keine maßstabsgetreue Darstellung.
Der Griff bleibt jahrelang. Ersetzt wird der Kopf, und zwar viermal im Jahr.
Genau dieser Teil besteht bei der Bambus E Brush aus Bambus statt aus Kunststoff. Er wird abgezogen und aufgesteckt wie jeder andere Kopf auch.
Die Borsten darauf sind aus Rizinusöl. Biobasiert statt petrochemisch, in der Materialklasse aber weiterhin ein Polyamid. Siehe Abschnitt 4.
Abschnitt 7Bekannte Einschränkungen
Sie ist schwerer
Bambus wiegt mehr als Kunststoff. Beim ersten Griff fällt das auf. Manche mögen es, weil es wertiger wirkt, manche nicht.
Die ersten Tage sind gewöhnungsbedürftig
Anderes Gewicht, andere Oberfläche, bei Umstieg von Hand auf Schall zusätzlich ein anderes Gefühl an den Zähnen. Nach etwa einer Woche denkt man nicht mehr darüber nach.
Bambus will trocknen
Nach dem Putzen abschütteln und offen stehen lassen. Nicht dauerhaft nass in einem geschlossenen Becher oder in der Reisebox lagern. Das ist ein Handgriff, aber er gehört dazu.
Aufsteckköpfe gibt es nicht in jeder Drogerie
Nachbestellt wird online. Wer den Wechsel gern spontan im Supermarkt erledigt, muss umdenken und rechtzeitig daran denken.
Alle Angaben zum Produkt, zu den Aufsteckköpfen und zum Versand stehen auf der Produktseite.
Abschnitt 8Häufige Einwände
Bambus im Bad, das schimmelt doch.
Bambus ist ein Naturmaterial und nimmt Feuchtigkeit auf. Wenn er dauerhaft nass in einem geschlossenen Becher steht, kann er dunkel werden. Abschütteln und offen trocknen lassen reicht, um das zu vermeiden. Wer diesen Handgriff nicht machen möchte, ist mit Plastik besser bedient. Das sagen wir so.
So eine Bürste putzt bestimmt schlechter als meine jetzige.
Die Reinigung kommt aus dem Griff, nicht aus dem Material des Kopfes. 48.000 Schallvibrationen pro Minute, klassische Bauform, weiche Borsten in gewohnter Anordnung. Das Material entscheidet darüber, woraus die Borste besteht, nicht darüber, wie sie sich bewegt.
Ich hab das schon mal probiert und nach vier Wochen aufgegeben.
Sehr wahrscheinlich war das eine Handzahnbürste aus Bambus. Die sind billig, sie fransen früh aus, und der Griff wird rau. Das ist ein anderes Produkt. Hier geht es um eine elektrische Schallzahnbürste, bei der nur der Kopf gewechselt wird. Ob dich das umstimmt, weißt du nach den ersten Tagen.
Am Ende ist das doch auch nur Marketing.
Zum Teil ja. Dieser Beitrag ist Werbung, oben und unten als Anzeige gekennzeichnet, und er führt zu einem Produkt, das wir verkaufen.
Was wir nicht tun: behaupten, die Borsten seien plastikfrei. Sie sind es nicht, sie sind ein Polyamid aus nachwachsendem Rohstoff. Wir behaupten auch nicht, dass Abrieb nachweislich krank macht. Das ist nicht belegt. Und wir zeigen keine Studien, keine Siegel und keine Testergebnisse, weil wir keine haben.
Übrig bleibt ein sachlicher Unterschied: nachwachsender Rohstoff statt Erdöl, und ein Aufsteckkopf aus Bambus statt aus Plastik, viermal im Jahr. Wenn dir das zu wenig ist, ist das eine vertretbare Entscheidung.
Abschnitt 9Gegenüberstellung
| Merkmal | Bambus E Brush | Übliche elektrische Zahnbürste |
|---|---|---|
| Griff | Bambus | Kunststoff |
| Aufsteckkopf | Bambus, abziehbar und wechselbar | Kunststoff, abziehbar und wechselbar |
| Borstenmaterial | Polyamid aus Rizinusöl, biobasiert | Nylon, Polyamid auf Erdölbasis |
| Reinigungsleistung | Schalltechnik, 48.000 Vibrationen pro Minute | je nach Modell Schall oder Rotation |
| Akku | hält bei üblicher Nutzung Wochen statt Tage | je nach Modell unterschiedlich |
| Ladeart | Ladestation zum Aufstecken | meist Ladestation, teils USB |
| Versand | innerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz | je nach Anbieter |
Produktdetails, Aufsteckköpfe und Versandinformationen auf der Produktseite.
AnhangHäufige Fragen
Sind die Borsten wirklich plastikfrei?
Nein. Die Borsten bestehen aus Rizinusöl statt aus Erdöl, chemisch sind sie weiterhin ein Polyamid. Biobasiert, nicht kunststofffrei.
Der Aufsteckkopf selbst, also der Teil, den man alle drei Monate wechselt, besteht aus Bambus statt aus Plastik. Das ist der Unterschied, den wir behaupten, und mehr nicht.
Putzt Bambus genauso gut?
Die Putzbewegung erzeugt die Schalltechnik im Griff, mit 48.000 Vibrationen pro Minute. Die Borsten sind weich und in klassischer Anordnung. Der Bambus ist der Träger, nicht der Reinigungsmechanismus.
Wie oft wechselt man den Aufsatz?
Wie bei jeder anderen elektrischen Zahnbürste: etwa alle drei Monate, also viermal im Jahr. Früher, wenn sich die Borsten sichtbar spreizen.
Schimmelt Bambus im Bad?
Bambus nimmt Feuchtigkeit auf. Nach dem Putzen abschütteln und offen stehen lassen, dann trocknet er zwischen den Anwendungen. Dauerhaft nass im geschlossenen Becher oder in der Reisebox sollte er nicht stehen.
Ist sie wasserdicht?
Sie ist für die Anwendung am Waschbecken gebaut und verträgt Spritzwasser und Abspülen. Untertauchen, Dauerbad oder Dusche sind nicht vorgesehen, schon wegen des Bambus. Die genauen Angaben stehen in der Produktbeschreibung.
Ist sie für Zahnspangen geeignet?
Sie ist eine gewöhnliche Schallzahnbürste in klassischer Bauform, also im Prinzip so einsetzbar wie andere Schallzahnbürsten auch. Ob sie im konkreten Fall passt, klärst du besser mit der Praxis, die deine Spange betreut. Wir geben dazu keine Empfehlung ab.
Wie lange hält der Akku?
Bei üblicher Nutzung Wochen statt Tage. Eine exakte Zahl nennen wir nicht, weil sie von Putzdauer und Nutzerzahl abhängt. Geladen wird auf einer Ladestation zum Aufstecken.
Wie läuft Versand und Rückgabe?
Versendet wird nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Die aktuellen Angaben zu Laufzeiten, Kosten und zum Widerruf stehen auf der Produktseite und im Shop, weil sie sich ändern können. Deshalb steht hier keine Zahl.
Gibt es Nachweise, dass Borstenabrieb der Gesundheit schadet?
Uns sind keine bekannt, und wir behaupten es deshalb auch nicht. Nachgewiesen ist, dass Mikroplastik in Umwelt, Lebensmitteln und im menschlichen Körper vorkommt. Welche Folgen das hat, ist Gegenstand laufender Forschung und nicht abschließend geklärt.
Passen die Aufsteckköpfe anderer Hersteller?
Der Kopf wird wie gewohnt abgezogen und aufgesteckt, ist aber auf diesen Griff ausgelegt. Nachbestellt wird er über den Shop, einzeln oder im Bundle.